SPD fordert Trennung von Schulsozialarbeit und mobiler Jugendarbeit

Seit Februar 2017 läuft das Modellprojekt „Schulsozialarbeit und mobile Jugendarbeit“ durch die katholische Jugendagentur. Diese Vereinbarung läuft zunächst zwei Jahre. CDU und Grüne waren 2016 der Meinung, dass die Schulsozialarbeit teilprivatisiert werden und mit der mobilen Jugendarbeit verknüpft werden sollte. Die Mitarbeiter der Agentur bieten vormittags Schulsozialarbeit an den beiden Grundschulen in Efferen und an der Carl-Orff-Grundschule in Alstädten-Burbach an. Die Angebote der Mobile Jugendarbeit konzentrieren sich am Nachmittag hauptsächlich auf Efferen und Berrenrath. Jedenfalls wurde am Gustav-Stresemann-Ring und auf dem Wendelinusplatz der größte Bedarf festgestellt.

Jetzt wurde im Jugendhilfeausschuss ein erster Zwischenbericht der Jugendagentur vorgelegt und diskutiert. „Das Fazit ist vernichtend. Die vielgepriesenen Synergieffekte sind nicht vorhanden, weil die Herausforderungen und Zielgruppen von Schulsozialarbeit und mobiler Jugendarbeit einfach zu unterschiedlich sind. Deshalb fordern wie die Trennung der beiden Bereiche“, so SPD-Ratsfrau Margit Reisewitz.

Ein weiteres Problem zeichnet sich in der Doppelbelastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeit ab. „Niemand kann erwarten, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich vormittags intensiv um die Probleme der 6-10-Jährigen in der Schule kümmern, mit der gleichen Intensität am Nachmittag dann die mobile Jugendarbeit betreiben.

Margit Resewitz

Das alles vor dem Hintergrund, dass mobile Jugendarbeit häufig in den Abendstunden und am Wochenende stattfindet“, ergänzt Silvia Lemmer, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses (SPD).

Die Verwaltung kündigte trotz der Kritik im Ausschuss an, den Vertrag mit der katholischen Jugendagentur zu erfüllen. „Wenn die Stadt schon nicht aus dem Vertrag austeigen will oder kann, dann erwarten wir aber Vorschläge, wie unter diesen schwierigen Bedingungen die Qualität sowohl der Schulsozialarbeit als auch der mobilen Jugendarbeit verbessert werden kann“, so Reisewitz.

 

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