Neue Chance für Erdverkabelung

Stephan Renner. „Neue Chance für eine Erdverkabelung.“

Die heftig umstrittene Höchstspannungsleitung zwischen den Ortsteilen Hermülheim und Efferen kann möglicherwiese doch per Erdkabel verlegt werden. Wirtschaftsminister Gabriel schließt dies in seinem Eckpunktepapier „Strommarkt“ nicht mehr kategorisch aus. Im Kapitel 4 „Netzausbau“ heißt es dazu: „Bei besonders sensiblen Bauabschnitten wird es im Wechselstromnetz bei Pilotvorhaben und im Gleichstromnetz generell die Möglichkeit einer Erdverkabelung geben.“ Neben der Höchstspannungsleitung ist geplant, mit Ultranet eine Gleichstromleitung zu installieren.
Die SPD-Landtagsabgeordnete Brigitte Dmoch-Schweren und SPD-Fraktionschef Stephan Renner haben jetzt in einem gemeinsamen Schreiben den Bundeswirtschaftsminister Gabriel nochmals auf die Problematik in Hürth hingewiesen. „In keinem anderen Streckenabschnitt der Trasse Rommerskirchen – Sechtem würde die Höchstspannungsleitung so nah an die Wohnbebauung rücken, wie dies zwischen Hermülheim und Efferen der Fall ist. Dieses Gebiet ist zweifelsohne ein sensibler Bereich. Nach der Definition des Eckpunktepapiers müsste hier eine Erdverkabelung möglich sein“, so der SPD-Faktionsvorsitzende Stephan Renner.
In dem Schreiben verweisen Dmoch-Schweren und Renner darauf, dass alle im Rat vertretenen Fraktionen, Bürgermeister Walther Boecker und die Bürgerinitiative IG Hürth bereits mehrfach gegenüber dem Wirtschaftsministerium auf diesen Sachverhalt hingewiesen haben. „ Wir erwarten, dass das Bundeswirtschaftsministerium jetzt endlich die ent-sprechenden Schritte zur Erdverkabelung einleitet. Die Energiewende stößt in der Bevölkerung nur dann auf breite Resonanz, wenn gerade in den sensiblen Bereichen, die Sorgen und Ängste der Menschen ernst genommen werden“, so Renner.