Europa hautnah. Teil 3: Kinder zur Schule bringen und Verkehr

Wie die EU unseren Alltag gestaltet.

Liebe EuropäerInnen,

wie beeinflusst die EU eigentlich das Leben ihrer BürgerInnen? Am Beispiel der Familie Mustermann erfahren Sie, wie Europa Sie im täglichen Leben begleitet.

Es ist Zeit die Kinder in die Schule zu bringen und was man so im Verkehr erlebt:

7:45 Uhr: Kind zur Schule bringen

Nun gilt es, meine Jüngste in die Schule zu bringen. Sie ist ganz aufgeregt, denn heute steht der erste Schüleraustausch ihres Lebens an – der EU sei Dank. Das lässt mich automatisch an meinen Ältesten denken, der gerade innerhalb seines Studiums ein Auslandssemester in Rom verbringt. Die EU bietet und eröffnet viele Wege, andere Länder, Sprachen und Kulturen kennenzulernen und so auch bei der späteren Berufswahl flexibler zu sein. Bis Ende 2013 hat die EU im Rahmen des Erasmusstipendiums mehr als drei Millionen Studierende bei einem solchen Auslandsaufenthalt finanziell unterstützt und neben der Mehrsprachigkeit, die persönliche Horizonterweiterung und das Schaffen einer europäischen Identität gefördert. Außerdem soll eine halbe Million Menschen die Möglichkeit bekommen, am europäischen Freiwilligendienst oder an Jugendaustauschprojekten teilzunehmen. Zudem wird der Austausch von Nichtakademikerinnen und Nichtakademikern gefördert, ebenso die Zusammenarbeit von Lehrkräften.

Puh, sind die Straßen heute wieder voll. Zum Glück fahren heute die Brummis nicht mehr durch meine Nachbarschaft. Dank der Luftqualitätsgesetzgebung der EU hat jede Europäerin und jeder Europäer das Recht auf saubere Luft. Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten setzen sich nachdrücklich für ehrgeizige Maßnahmen zur Reduzierung gesundheitsschschädlicher Emissionen ein. Mein neues Auto besitzt die Schadstoffklasse EURO 6. Damit darf ich in jeder Umweltzone fahren. Strenge Grenzwerte für den Ausstoß von Kohlenmonoxid, Stickstoffoxiden und Kohlenwasserstoffen in der EU garantieren, dass heute 99 Autos so viele Schadstoffe ausstoßen wie 1980 noch ein PKW. Dies ist ein großer Fortschritt, insbesondere für die Städte. Leider haben sich nicht alle daran gehalten.
Heute fahre ich besonders vorsichtig, denn ich muss an meine Nachbarin Helga denken, die gestern eine Kollision mit einem unaufmerksamen Fußgänger hatte. Zum Glück ist kaum etwas passiert. Die Fronthaube von Helgas Auto ist nach EU-Gesetzgebung ausgerichtet, welche sicherstellt, dass Fußgänger bei einem Aufprall besser geschützt sind als früher. Aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens in Europa verfolgt und finanziert die EU eine Strategie, mit der die Verkehrswege stetig modernisiert und Verkehrsträger besser vernetzt werden. Für den Ausbau einer leistungsstarken, nachhaltigen Infrastruktur in Verkehr, Energie und Telekommunikation hat die EU in der so genannten »Connecting Europe Facility« für die Zeit von 2014 bis 2020 33,2 Milliarden Euro bereitgestellt.

Dennoch bin ich froh, dass ich nur bis zum Park & Ride-Parkplatz muss.

8.00 Uhr: Am Park & Ride-Parkplatz

Toll, dass der ÖPNV über ein gutes Angebot verfügt, Bus und Bahn umweltfreundlicher geworden sind und meine Nahverkehrsgesellschaft die Leistungen kundenfreundlich ausgerichtet hat. Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Europäischen Parlament haben eine Zwangsliberalisierung zugunsten privater Anbieter verhindert, die sich nur die Rosinen herausgepickt hätten.
Heute kommt meine Bahn auf die Minute genau. Hatten Sie auch schon mal das unangenehme Erlebnis langer Wartezeiten bei Zug oder Flug? Egal ob mit Bahn, Bus, Schiff oder Flugzeug: EU-Vorschriften garantieren heute, dass bei Verspätungen, Annullierungen oder Überbuchungen konkrete Entschädigungsansprüche geltend gemacht werden können.

Neugierig? Morgen geht es weiter durch den Tag!

Bilder von Pixabay

Eine Beitragsreihe von:

Arndt Kohn MdEP

Spitzenkandidat der SPD Region Mittelrhein

© European Union 2018

 

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