„Neue Luxemburger“: Der Bau der Bundesstraße 265n geht voran.

In einem Jahr soll der Verkehr anders rollen

Von Frank Baer:

Wir können es praktisch live verfolgen: Stück um Stück wird deutlicher, dass der Neubau der Luxemburger Straße, der Bundestraße 265, voran geht. Nach Jahrzehnten von Ideen und Planung ist die Umgehung Hermülheims endlich in Reichweite. Und damit auch – so ist die Hoffnung – eine Entlastung anderer Stadtteile. Beispielsweise Kendenich. Unser Ort wird ja gerne als Schleichweg benutzt.

Frank Baer

Etwa 45 Millionen Euro kostet das Vorhaben. Davon trägt der Bund den Hauptteil, das Land NRW (knapp 2 Millionen) und die Stadt Hürth (830.000 Euro) beteiligen sich auch. Der Neubau um Hermülheim herum ist 3,9 Kilometer lang, hinzu kommt der 1,6-km-lange Ausbau Richtung Köln.

Doch wie ist der Stand der Dinge?

Laut „Straßen.NRW“, für den Bau zuständiger Landesbetrieb, soll in der ersten Jahreshälfte 2020 der Verkehr über die B265n fließen. So ist der Plan. Zuerst über den Neubau der Straße. Die Erd- und Deckenbauarbeiten der neuen Strecke sollen in diesem Jahr vollendet sein, dann folgen Markierungsarbeiten, Beschilderung etc., bevor von Erftstadt kommend der Anschluss an die B265n erfolgt. Das ist im Bereich der Trierer Straße, die von der Umgehungsstraße abgebunden wird. Es gibt also dann keine Möglichkeit von Alt-Hürth kommend, direkt auf die B265n zu gelangen oder von dieser in Richtung Alt-Hürth abzufahren. Wer über die Trierer Straße künftig nach Alt-Hürth möchte, muss entsprechend die „neue B265“ am Hürther Bogen verlassen und dann auf der „alten Luxemburger“ hinauf bis zur Trierer Straße fahren.

Kreuzung Trierer Straße

Während dieser Anschluss-Arbeiten wird Anfang 2020 – so ist der Plan – die Luxemburger Straße in ihrem jetzigen Zustand nur einspurig zu befahren sein. Keine Vollsperrung also, wie auch schon bei der Umleitung vor dem 1. Mai, als zwischen Kendenich und Trierer Straße Asphaltschäden behoben wurden. Das hat sich laut Straßen.NRW bewährt.

Zug um Zug soll es auch davor weiter voran gehen. Dann wird parallel der vierspurige Ausbau durch Efferen bis zur Kölner Militärringstraße in Angriff genommen. Eine Beckenanlage zum Wasserabfluss muss errichtet werden, bevor der entsprechende Straßenbau im Frühjahr begonnen wird. Und wenn alles wie geplant läuft, dann wird an der Kölner Grenze die KVB-Linie 18 unter den Militärring geführt.

Doch das ist Zukunftsmusik. Der Bau des Lärmschutzswalls in Efferen (Höhe Höninger Weg) hat indes bereits begonnen. Apropos Lärmschutz: Davon ausgenommen ist in der Planung der Bereich, der nicht direkt den Neubau betrifft. Auch Kendenicher Bürger/innen machen sich zu Recht Gedanken um den Lärmschutz, wenn die LKW auch in Richtung Köln wieder an Kendenich vorbei rasen. Bislang gibt es im Bereich Heideberg/Sonnenhang nur geschätzte Werte, die die Lärmbelästigung dokumentieren – und Stand heute – zu gering sind, um einen Lärmschutzwall zu verhindern. Hier gibt es Handlungsbedarf. Wir sind dabei!

8 Antworten auf “„Neue Luxemburger“: Der Bau der Bundesstraße 265n geht voran.”

  1. Claudia Dapprich

    Wenn die Triererstraße gesperrt wird, habe ich jetzt schon bedenken das es auf der Kendenicher Str. sehr laut wird, da bestimmte alle da hoch fahren um auf die Luxemburger zu kommen.

    • SPD Hürth

      Die Trierer Straße wird nicht gesperrt, sondern nur nicht an die Umgehungsstraße angebunden. Über die Trierer Straße gelangt man wie bisher auch auf die „alte“ Luxemburger Straße. Wir hoffen, dass damit keine Lärmbelästigung für Anwohner anderer Straße, wie bspw. der Kendenicher Straße verbunden ist.

  2. Dirk Fleischhacker

    Auch von mir ein Danke für die Informationen über den Streckenausbau, wobei aktuelle Information auch immer gerne gelesen werden.

    Mich würde interessieren wie die Bauplanungen in dem Bereich Efferen Lidl bis zu der Aral Tankstelle geplant sind.

    Gibt es da schon was Aktuelles?

    • SPD Hürth

      Entschuldigen sie bitte die verspätete Antwort. Es gibt derzeit noch keine Ausführungsplanung und dementsprechend auch noch keinen Baubablauf für dieses Teilstück. Jedenfalls ist uns da nichts bekannt. Wir hören aber nochmal nach.

  3. Lieber Frank, m.E. sollten die Arbeiten an der „neuen Lux“ mit größerem Elan voran getrieben werden. Aber… uns fehlt in Hürth der „alte“ Bürgermeister Walther Boecker! Doch das haben wir beide nicht verschuldet.
    Dir danke ich an dieser Stelle für die Informationen über den Streckenausbau, wobei Aktualisierungen erwünscht sind.
    LG, Willibert

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