SV Kendenich muss weiterhin auf Kunstrasenplatz warten

Von Lukas Gottschalk:

Der SV Kendenich ist der einzige Fußballverein in Hürth, der seine Trainingseinheiten und Spiele ausschließlich auf einem Aschenplatz austrägt. Das ist wenig attraktiv. Wer schickt sein Kind schon zu einem Verein, dessen Spiele auf einem Aschenplatz ausgetragen werden, wenn es ansonsten überall in Hürth inzwischen Kunstrasenplätze gibt. Der Verein hat überhaupt nur noch eine Zukunft, wenn ihm vor Ort eine attraktive Spielstätte zur Verfügung steht.

Aus diesem Grund haben wir bereits zur Sportausschusssitzung im Mai 2018 eine Konzeption eingefordert, die eine Umwandlung des Aschenplatzes in einen Kunstrasenplatz möglich machen sollte. Leider wurde der Antrag gegen die Stimmen der SPD abgelehnt.

Lukas Gottschalk

Im November 2019 haben wir das Thema erneut aufgegriffen, da der Kreissportverband die Möglichkeit sogenannter Winterrasenplätze als wirtschaftliche und ökologische Alternative ins Spiel gebracht hat. Nach einer Prüfung der Stadtverwaltung ist aus unserer Sicht aber deutlich geworden, dass Winterrasenplätze keine Option für uns in Hürth und insbesondere nicht in Kendenich sind. Winterrasenplätze sind nicht ganzjährig bespielbar, zudem mit einer hohen Pflege und damit einhergehend hohen Bewirtschaftungskosten verbunden.

Dennoch haben wir unsere Forderung nach einem Kunstrasenplatz für den SV Kendenich aufrechterhalten und entsprechende Mittel für den Haushalt 2020 beantragt. Ziel war es, dass der SV Kendenich ab der Saison 2020/21 den Spiel- und Trainingsbetrieb auf einem neuen Platz durchzuführen kann. Von einer zeitgemäßen Außensportanlage würden zudem auch unsere Kendenicher Grund- und Hauptschule für ihren Sportunterricht profitieren.

Leider ist das Ziel in die Ferne gerückt, da unser Antrag von der Mehrheit aus CDU und Grünen abgelehnt wurde.

Der Verein benötigt eine Perspektive mit einem modernen Kunstrasenplatz an der jetzigen Heimspielstätte in Kendenich. Wir setzen uns weiter dafür ein!

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