Das Friedrich-Ebert-Denkmal – Geschichte mitten im Ort

Von Roman Haenßgen:

Einigen wird es bestimmt aufgefallen sein. Die Stadt hat das Friedrich‐Ebert‐Denkmal auf Antrag der SPD, am Kreisverkehr zwischen Bachemer Straße und Friedenstraße, nahe der katholischen Kirche, restaurieren lassen. Das Denkmal erzählt zwei Geschichten. Erstens die von Friedrich Ebert, dessen Gesicht und Amtszeit als erster Reichskanzler der Weimarer Republik das Denkmal zieren. Friedrich‐Ebert führte die Regierungsgeschäfte in einer schwierigen Zeit. Die junge Republik war in ihren Anfangsjahren sowohl von links und rechts unter Beschuss. Ebert fürchtete jedoch die Gefahr einer sozialistischen Revolution, wie in Russland, am allermeisten. Er verbündete sich deshalb aus Angst vor einem sozialistischen Aufstand mit dem ehemaligen kaiserlichen Militär. Dabei versäumte er leider, das Militär zu demokratisieren. Dies wird von Historikern als größter Fehler seiner Amtszeit gesehen. Dennoch muss man ihm bis heute Respekt zollen dafür, dass er einen Bürgerkrieg verhinderte und die Republik in vielen Krisen zusammengehalten hat.

Die zweite Geschichte ist die des Denkmals selbst. Das heutige Denkmal ist nämlich nicht das Erste an dieser Stelle. 1928 ist es auf Anregung der Gleueler SPD errichtet worden. Im Jahr 1933 zerstörten Nazis aus Frechen das Denkmal. 1951 wurde das heutige Denkmal enthüllt. Diese Geschichten sind beide erinnerungswürdig, deshalb wird die SPD sich für die Aufstellung von Informationstafeln und einer Beleuchtung des Denkmals einsetzen, um interessierten Bürgern die Geschichte unseres Landes aber auch die unseres Ortes nahezubringen.

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