Schwarz-Grüner Kürzungswahn im Jugendbereich vorerst verhindert

Katrin Härtl: „Prävention muss gestärkt werden.“

Die Beratungen des Jugendetats im Jugendhilfeausschuss haben dazu geführt, dass die von Schwarz-Grün vorgeschlagenen Kürzungen im Bereich der Prävention bei der Förderung der Erziehung in der Familie und im Bereich der kommunalen Jugendarbeit sowie der Jugendarbeit der freien Träger zunächst abgelehnt wurden. „Wir waren schon verwundert, dass gerade im Bereich der Prävention pauschale Kürzungen vorgenommen werden sollten, obwohl der Jugendhilfeausschuss sich in seiner letzten Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen hat, eine Überprüfung der verschiedenen Maßnahmen Ende 2016 vorzunehmen “, so SPD-Ratsfrau Margit Reisewitz.
Nach Ansicht der SPD-Fraktion hätten die Kürzungen von ca. 60.000 €die interkulturellen und offenen Familienberatungsangebote, die Unterstützung von Alleinerziehenden und insbesondere die Arbeit mit Kindern massiv eingeschränkt. „Diese sozialen Verwerfungen wären an anderer Stelle nicht mehr aufzufangen gewesen“, so Reisewitz.
Der Jugendhilfeausschuss lehnte auch Kürzungen im Bereich der kommunalen und freien Jugendarbeit ab. „Die Kürzungsvorschläge für die Projektmittel der mobilen Jugendarbeit, bei den Ferienspielen und bei Veranstaltungen des Jugendamtes sind nicht nachvollziehbar. Sicher wurden 2015 nicht alle vorgesehenen Projekte
durchgeführt. Jetzt geht es darum, die Angebote für 2016 kritisch zu hinterfragen und ggf. zu ändern, jedenfalls nicht pauschal zu kürzen“, so SPD-Ratsfrau Katrin Härtl.
Auf Antrag der SPD sprach sich der Jugendhilfeausschuss für eine zusätzliche Schulsozialarbeiterstelle am Schulstandort Efferen aus. Außerdem wurde die Planung eines Generationenspielplatzes auf den Weg gebracht. Gleichzeitig soll die Verwaltung eine Konzeption zur besseren Zusammenarbeit von Schulsozialarbeit und mobiler Jugendarbeit vorlegen. „Wir setzen darauf, dass der Finanzausschuss das Votum des Fachausschusses im Bereich der Prävention, der Schulsozialarbeit sowie der kommunalen und freien Jugendarbeit übernimmt“, so Härtl.