Sportstättengebühren werden wieder abgeschafft

Gerald Wolter: „Sportstättengebühren werden wieder abgeschafft.“

Die jahrelange Diskussion um die Höhe der Sportstättengebühren und den Vereins- und Verwaltungsaufwand bei der Berechnung der Gebühren geht zu Ende. Ab dem 1. Januar 2016 werden die Sportstättengebühren für Übungseinheiten wieder abgeschafft, soweit von den Vereinen für entsprechende Kurse keine zusätzlichen Gebühren erhoben werden und die Trainingseinheiten von ehrenamtlich Tätigen geleitet werden. Die entsprechende Entgeltordnung wurde in der gestrigen Sportausschusssitzung beschlossen. „Damit werden die Vereine wieder finanziell entlastet. Leider sind mit der Abschaffung unsinnige Verpflichtungen zur Reduzierung der Energiekosten beschlossen worden, die kein Verein einhalten kann“, so der sportpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Gerald Wolter.
CDU und Grüne haben durchgesetzt, dass sich die Vereine an der Reduzierung der Energiekosten beteiligen, um ein Einsparziel von 20% der derzeitigen Verbrauchskosten zu erreichen. „Wie das funktionieren soll, bleibt unklar. Sollen die Fußballer im Winter ohne Flutlicht spielen oder die Schwimmer in De Bütt Trockenübungen veranstalten? Solche Verpflichtungen hätte man sich auch sparen können“ so Wolter.
Die SPD setzt vielmehr darauf, dass die Verwaltung die Umsetzung der Maßnahmenvorschläge aus dem Klimaschutzbericht einleitet und diese mittelfristig umsetzt. „Beim Thema Einsparung von Energiekosten steht in erster Linie die Verwaltung in der Pflicht. Natürlich sollte mit den Vereinen geklärt werden, wie diese sich an der Umsetzung der Maßnahmenvorschläge beteiligen können. Dies kann aber nur im Dialog geschehen, ohne die Vereine auf bestimmte Einsparziele zu verpflichten“, so Wolter abschließend.