Familien brauchen mehr Unterstützung

Keine finanzielle Entlastung von Eltern beim Kauf von Schulbüchern /Kommunale Schulsozialarbeit bleibt weiter unterbesetzt/ Tagesmütter bekommen mehr Geld

Die Beratungen der SPD zum Haushalt 2024 und der mittelfristigen Finanzplanung bis 2027 standen im Zeichen weiterer Entlastung für Eltern beim Kauf von Schulbüchern, einer personellen Erweiterung der kommunalen Schulsozialarbeit, mehr Geld für die aufsuchende Sozialarbeit und einer finanziellen Besserstellung der Tagesmütter. „Es bleibt dabei, die finanzielle Lage der Stadt rechtfertigt es, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit Bildung kostenfrei wird. Deshalb sollte die Stadt den Eigenanteil der Eltern beim Kauf von Schulbüchern übernehmen“, so der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Stephan Renner.

„Leider ist es nicht gelungen, die kommunale Schulsozialarbeit mit einer weiteren Stelle auszubauen, mehr Geld für die aufsuchende Elternarbeit aufzubringen und Kinder aus einkommensschwachen Familien mindestens 10 Schwimmbadfreikarten pro Kind und Jahr zu gewähren. Familien brauchen mehr Unterstützung. Und deshalb bleiben diese Themen auf unserer Agenda“, ergänzt der SPD-Fraktionsvorsitzende Lukas Gottschalk.

Einen kleinen Erfolg erzielten die Sozialdemokraten bei der Besserstellung der Tagespflegepersonen. „Unserer Initiative im Jugendhilfeausschuss ist es zu verdanken, dass CDU und Grünen ihren Widerstand gegen eine finanzielle Besserstellung der Tagesmütter aufgegeben haben. Die Erhöhung der Sachkosten von 8,5 % bleibt zwar weit hinter unseren Forderungen zurück. Aber eine Besserstellung wird dadurch immerhin erreicht“, so SPD-Ratsfrau Silvia Lemmer.

Im Sportbereich soll Kendenich endlich einen Kunstrasenplatz erhalten. Deshalb sollten nach Ansicht der SPD-Fraktion Planungsmittel in Höhe von 50.000 € in den Haushalt eingestellt werden. „Auch wenn der Antrag zum wiederholten Mal abgelehnt wurde, zeigt er doch, dass wir an der Seite des SV Kendenich stehen. Wir unterstützen weiter den ehrenamtlichen Sport in Hürth“, so Gottschalk.

Seit Jahren ignoriert die Verwaltungsspitze die Notwendigkeit, dass für die Gesamtschule und die beiden Gymnasien ein weiterer Sportplatz entstehen muss. Dafür hatte die SPD ebenfalls 50.000 € Planungsmittel für dieses Jahr vorgesehen. „Der Antrag wurde von CDU und Grünen abgelehnt. Wir bleiben aber ein verlässlicher Partner unserer Schulen. Deshalb werden wir uns auch in Zukunft für eine zusätzliche Sportfläche einsetzen“, so Gottschalk.

Der Haushalt und der Stellenplan sollen in der Ratssitzung am 06. Februar 2024 verabschiedet werden.

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