Viele offene Fragen zum Rathausumbau

Hauptamtsleiter stellt Skizzen und Ideen für Rathausumbau vor – SPD fordert Bürgerbeteiligung

Von Michael Kleofasz und Stephan Renner:

Im Rahmen der Haushaltsberatungen wurde dem Rat Ende Januar plötzlich mitgeteilt, dass der geplante Rathausumbau 1,4 Mio. € kosten soll. Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir immer davon ausgegangen, dass nur der Eingangsbereich vor dem Einwohnermeldeamt umgestaltet werden sollte. Der Umfang der Ideen ist schon überraschend, und auch, dass die Politik erst so spät über den Investitionsbedarf informiert wurde.

Michael Kleofasz

Nun hat die Verwaltung immerhin auf die zunehmende Kritik beim Thema Ratshausumbau reagiert und erste Skizzen und Ideen vorgestellt. Das war zwar interessant, lässt aber viele Fragen offen. Dabei ist die Frage, wo sich Heiratswillige zukünftig das Ja-Wort im Hürther Rathaus geben können, sicher noch die geringste. Denn die Frage, wo das Trauzimmer künftig angesiedelt sein soll, kann noch niemand beantworten.

Nach den jetzt vorgelegten Skizzen wird klar, dass der Rathausumbau weniger Sicherheitsfragen geschuldet ist, wie das noch im Finanzausschuss dargelegt worden ist. Wie teuer das Projekt Rathausumbau am Ende wird, ist weiterhin unklar. Weder sind die Ideen bislang mit dem Brandschutzkonzept des Rathauses abgestimmt, noch mit dem Sicherheitskonzept, das ja gerade erst erarbeitet wird. Auch das Thema Barrierefreiheit wurde bisher nur am Rande betrachtet. Die 1,4 Mio. Euro können deshalb bestenfalls über „den dicken Daumen“ gepeilt sein.

Deshalb fordern wir nicht nur Ideen und Skizzen, sondern eine vernünftige Planung. Außerdem muss es hierzu eine Bürgerbeteiligung geben, denn die Bürgerinnen und Bürger haben sicher auch Ideen und Vorschläge, was am Rathaus verändert werden soll!

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