Bezahlbarer Wohnraum bleibt Mangelware

In Efferen zwischen Bellerstraße/Annenstraße und der K2 entsteht ein neues Baugebiet.

Die Verwaltung hat nach monatelangen Diskussionen eine Vorentwurfsplanung vorgelegt. Danach sollen ca. 250 Wohneinheiten entstehen. Davon entfallen 153 Einheiten auf Einfamilienhäuser und 97 Einheiten sind im Geschosswohnungsbau vorgesehen. Lediglich 15 Wohneinheiten sollen nach dem Plan für geförderten Wohnungsbau in Betracht kommen. Das geht nach Ansicht der SPD-Fraktion weit am Bedarf vorbei. „Die Fläche bietet aber genügend Potenzial unterschiedlichste Wohnformen in Efferen zu realisieren. Unser wichtigstes Ziel bleibt es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Deshalb haben wir auch beantragt, mindestens 5.000 qm Bruttogeschossfläche (mindestens 50 Wohneinheiten), verteilt im Baugebiet auf verschiedene Wohnungsgrößen von 45 bis 100 qm für Senioren, Singles und Familien mit Kindern vorzusehen“, so der planungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Bert Reinhardt.

Mit den Stimmen von CDU und Grünen wurde lediglich beschlossen, einen Anteil entsprechend der Quote im gesamten Hürther Stadtgebiet an gefördertem Wohnraum zu errichten. „Ein reiner Alibibeschluss, der keine nennenswerte Erhöhung an bezahlbaren Wohnungen schaffen wird“, so Reinhardt.
Der nächste Streitpunkt im Ausschuss war die Schaffung von altersgerechten Wohnungen. Die SPD fordert seit langem, dass endlich Modelle für altersgerechtes Wohnen im Quartier entwickelt werden. Neben der Barrierefreiheit geht es hier um Gemeinschaftsräume und Räume mit Versorgungseinrichtungen. CDU und Grüne lehnten es ab, die Verwaltung zu beauftragten, entsprechende Modelle zu entwickeln. „Der Beschluss, das Gebäude der vorgesehen Kita um zwei Geschosse zu erweitern, geht nicht weit genug, um wirklich ein angemessenes Angebot für altersgerechtes Wohnen zu schaffen“, so Reinhardt.

Der Ausschuss erteilte eine Reihe von Prüfaufträgen. So muss beim Anschluss des Wohngebietes an den Stadtbus nachgebessert werden, die Ansiedlung eines kleinteiligen Nahversorgungsangebotes bleibt unklar und rund um den vorgesehenen Quartiersplatz müssen geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen geplant werden. Immerhin einigte sich der Ausschuss darauf, an der K2 eine Viergeschossigkeit zuzulassen. „Für die Schaffung von bezahlbaren und altersgerechten Wohnungen waren die Entscheidungen von CDU und Grünen ein gravierender Rückschritt. Deshalb hat die SPD die Vorentwurfsplanung auch abgelehnt“, so Reinhardt abschließend.
Die veränderte Vorentwurfsplanung wird in einer weiteren Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellt.