Gelungener Planentwurf

Bebauungsplanverfahren zur Entwicklung des ehemaligen Rangierbahnhofs Hermülheim eingeleitet/Architekturbüro Zimmermann stellt Planungen vor

Von Michael Kleofasz:

Für eine der wichtigsten Potenzialflächen aus dem 2015 verabschiedeten Wohnbaulandkonzept ist jetzt das Bebauungsplanverfahren eingeleitet. Die Fläche am alten Bahnhof in Hermülheim wird entwickelt. Der Kölner Architektekt Michael Zimmermann, dessen Büro die Fläche von der Hafen- und Güterverkehr Köln (HGK) erworben hat, stellte den Bebauungsplanentwurf im Planungsausschuss vor. Das zu entwickelte Plangebiet liegt im Stadtteil Hermülheim östlich der B 265 zwischen der Kölnstraße und Thielstraße. Es beinhalt zum überwiegenden Teil die ehemaligen Gleisköper der HGK und reicht im Norden von der Hans-Böckler-Straße bis im Süden zur Bonnstraße. Der vorgestellte Entwurf ist zweigeteilt. Im Norden sollen ca. 300 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau und ca. 50 Stadthäuser entstehen. In der Mitte und im südlichen Teil soll der Schwerpunkt auf Gewebe liegen. Die Trasse zur möglichen Verlängerung der Linie 18 zum Hürth-Park wird freigehalten.

Michael Kleofasz

Das Architekturbüro Zimmermann hat einen gelungen Planentwurf vorgelegt. Die Vorgabe aus dem Wohnbaulandkonzept ist mit den beabsichtigten 300- 350 Wohneinheiten umgesetzt.

Der Anschluss erfolgt im Wesentlichen über die Kölnstraße. An der Hans-Böckler-Straße ist in Höhe der Linie 18 eine Rechtsabbiegespur geplant und von der Blumensiedlung aus wird es eine ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer nutzbare Anbindung geben. Im Plan enthalten ist bereits die komplette Verlegung der Haltestelle der Linie 18 auf die andere Seite der Hans-Böckler-Straße. Dass die Verlegung notwendig ist, steht außer Frage. Besonders erfreulich ist es, dass die HGK eine Anbindung für Fußgänger und Radfahrer zur Blumensiedlung in Aussicht gestellt hat.

Mit dem Beschluss über die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden ist das Planverfahren auf den Weg gebracht. Wenn alles gut läuft, könnte bereits in einem Jahr Baurecht bestehen.

5 Antworten auf “Gelungener Planentwurf”

  1. Heribert Jung

    Sehr geehrte Frau Streicher, liebe SPD,
    herzlichen Dank für die schnelle Anwort, mit der ich zunächst zufrieden bin. Auch ich bin der Meinung, dass vieles in der Planung gut für Hermülheim angedacht ist. Es beruhigt mich, dass Sie aber auch bereit sind, die Befürchtungen der bisherigen Anwohnerschaft aufzugreifen. Vielleicht sind dann noch im Detail Kompromisse möglich, mit denen alle Beteiligten dann gut leben können.
    Mit freundlichen Grüßen

  2. Monika Streicher

    Sehr geehrter Herr Jung,

    ich bin sachkundige Bürgerin für die SPD Fraktion im Planungsausschuss.

    Zunächst einmal handelt es sich um einen Planentwurf, der jetzt in die Öffentlichkeitsbeteiligung geht. Das bedeutet, dass es eine öffentliche Vorstellung des Planes geben wird und die Möglichkeit für jeden Bürger, damit natürlich auch für die Anwohner der Kölnstraße, auf dieser Veranstaltung, aber auch schriftlich Stellung zu nehmen und Bedenken mitzuteilen.
    Der Verkehr soll nach bisherigen Planungen hauptsächlich von der Hans-Böckler-Straße aus in das Gebiet geführt werden, und über die Kölnstraße hinaus. Das Gebiet ist so geplant, dass es autoarm sein soll. Es sollen Interessenten angesprochen werden, die angesichts der Lage und der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs kein Auto haben bzw. deutlich weniger Autos haben als es man es sonst von Wohngebieten kennt, auch der Radverkehr soll in dem Gebiet gestärkt werden.
    Grds. stehen wir den Planungen positive gegenüber, wir nehmen aber gerade die Öffentlichkeitsbeteiligung sehr ernst, in der Argumente, Meinungen und Bedenken genannt werden. Das greifen wir dann auf, um auch unsere Auffassung zu prüfen. Erst nach der Öffentlichkeitsbeteiligung und der Diskussion der Ergebnisse im Planungsausschuss wird der Bebauungsplan dann verabschiedet. Insofern freuen wir uns, wenn die Bürger zu den Plänen Stellung nehmen.
    Eine gewisse Zunahme an Verkehr wird mit dem neuen Wohngebiet verbunden sein, das ist richtig.
    Wir hatten den planenden Architekten auch schon gefragt, ob er den neu entstehenden Verkehr für überschaubar und zumutbar hält. Wir werden diese Frage auch weiterhin im Rahmen der Planungen und Diskussionen im Blick behalten, um auch den Interessen der bisherigen Anwohner gerecht zu werden. Wir werden un sicher im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung sehen. Sprechen Sie uns ruhig an.
    Mit freundlichen Grüßen

  3. Der Anschluss soll im wesentlichen über die Kölnstraße erfolgen. D. h. der Verkehr von über 300 Wohneinheiten und 50 Stadthäusern wird über die Kölnstraße in das neue Gebiet hinein und heraus geführt. Das wird die PKW-Verkehre in der Kölnstraße massiv erhöhen und zu LASTEN der Anwohner gehen. Wie will die Politik dies den Anwohnern erklären?

  4. Jung, Heribert

    Der Satz: „Der Anschluss erfolgt im wesentlichen über die Kölnstraße“ hat mich als Anwohner der Kölnstraße aufgeschreckt. Fahrzeuge aus 300 neuen Wohneinheiten und 50 Häusern werden den Verkehr in der Kölnstraße wohl zwangsläufig erhöhen. Kommt noch die angedachte Stichstraße in Höhe der Häuser Kölnstraße 76, 78 hinzu ist dies vermehrt zu befürchten. Wer vertritt die Interessen der Anwohner der Kölnstraße?
    Man sollte zumindest überlegen, auf diese Stichstraße zu verzichten und den Verkehr durch den Rechtsabbieger von der Hans-Böckler-Str. in das Gebiet zu lassen und im Gewerbeteil des Neubaugebietes den Anschluss in Höhe Lidl in / aus Richtung Bonnstraße zu führen.
    Wird dann auch noch die Luxemburger Straße stark verkehrsberuhigt, wird die Kölnstraße als Anliegerstraße plötzlich zu einer Ausweichroute werden.

    Was unternimmt die SPD Hürth, um diesen Befürchtungen zu begegnen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Heribert Jung

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